Spielen ohne unangemessene Verzögerung
Nach Regel 6-7. der Golfregeln muss der Spieler ohne unangemessene Verzögerung spielen. Insbesondere darf der Spieler zwischen dem Abschluss eines Lochs und dem Abspielen am nächsten Abschlag das Spiel nicht unangemessen verzögern. Die Golfregeln sehen für eine unangemessene Verzögerung im Lochspiel als Strafe Lochverlust und im Zählspiel als Strafe zwei Strafschläge vor.
Wiederholt sich eine unangemessene Verzögerung,
gilt in beiden Fällen als Strafe: Disqualifikation.
Lassen Sie es nicht soweit kommen. Wir geben Ihnen hier sieben Tipps für ein zügiges Spiel auf der Golfrunde:
Vermeiden Sie zu viele Probeschwünge, bevor Sie einen Schlag ausführen.
Natürlich kann einem der Probeschwung die nötige Sicherheit für den folgenden Schlag geben, und Sie sollten, wenn er für Sie hilfreich ist, nicht auf ihn verzichten. Aber schon der zweite Probeschwung, das haben ernstzunehmende Untersuchungen gezeigt, bringt keinen erkennbaren Fortschritt.Bereiten Sie sich schon auf Ihren Schlag vor, während ein anderer Spieler an der Reihe ist.
Viele Vorbereitungen auf den nächsten Schlag lassen sich schon durchführen, wenn man noch gar nicht an der Reihe ist. Stets gilt natürlich, dass die anderen Spieler nicht gestört werden dürfen. Aber: Die Entfernung schätzen, in Gedanken einen Schläger auswählen, den Wind begutachten, das Gefälle des Grüns prüfen usw. — all das kann, ohne zu stören, bereits erfolgen.Lieber einmal mehr als zuwenig einen "provisorischen Ball" spielen.
Nach Regel 27-2. darf ein Spieler zur Zeitersparnis so nah wie möglich der Stelle, wo der ursprüngliche Ball gespielt worden ist, einen sog. "provisorischen Ball" spielen, wenn sein ursprünglicher Ball außerhalb eines Wasserhindernisses verloren oder Aus sein kann. Bevor Sie also nach vorn gehen, um den ursprünglichen Ball zu suchen, sollten Sie in Zweifelsfällen einen provisorischen Ball spielen und dies Ihren Mitspielern vorher ankündigen. Diesen dürfen Sie bis zu der Stelle provisorisch weiterspielen, wo sich Ihr erster Ball mutmaßlich befindet. Sollten Sie den ersten Ball dann tatsächlich nicht finden, ersparen Sie sich das Zurücklaufen zu der Stelle, von der Sie diesen Ball geschlagen hatten. Eine enorme Zeitersparnis!
Frühzeitig durchspielen lassen.
Können Sie oder Ihre Spielergruppe die Position auf der Golfrunde nicht halten (d. h.: die Gruppe hinter Ihnen wartet ggf. mehrfach, bis Sie außer Reichweite sind), so lassen Sie durchspielen. Stellen Sie sich an den Bahnrand und geben Sie deutlich Zeichen. Gerade als Anfänger vermeiden Sie damit unnötigen Druck und können Ihre Runde in Ruhe zu Ende spielen.Stellen Sie die Golftasche am Grün auf der "richtigen Seite" ab.
Sie ersparen sich unnötige Wege, wenn Sie, bevor Sie auf das Grün eines Loches gehen, Ihren Golfwagen oder Ihre Golftasche bereits an der Seite abstellen, an der der Weg zum nächstgelegenen Loch beginnt. Sicher haben auch Sie sich schon einmal über Spieler geärgert, die, obwohl sie das Loch bereits beendet hatten, in aller Seelenruhe ihren Golfwagen von der „falschen Seite“ holen mussten und Sie selbst deshalb das Grün noch lange nicht anspielen konnten.Schreiben Sie die Schlagzahlen erst am nächsten Abschlag auf.
Als oberstes Gebot gilt: Hat der letzte Spieler einer Spielergruppe seinen Ball eingelocht, sollte das Grün so schnell wie möglich verlassen werden. Deshalb sollte man auch die an dem Loch gespielten Schläge erst auf der Zahlkarte eintragen, wenn man die Spielbahn verlassen hat.Gehen Sie zügig vom gerade gespielten Loch zum nächsten Abschlag.
Viel Zeit vergeht, wenn Spieler gemütlich plaudernd vom Grün des soeben beendeten Lochs zum nächsten Abschlag schlendern. Gehen Sie zügig! Das spart viel Zeit!
Verstehen Sie uns bitte nicht falsch: Sie sollen sich nicht hetzen lassen. Aber: Alle haben mehr vom Spiel, wenn der Spielfluss gewahrt bleibt. Und: Meinen Sie nicht auch, dass Ihre Ergebnisse sich schlagartig verbessern dürften, wenn Sie sich nicht sechs, sondern nur vier Stunden auf das Golfspiel konzentrieren müssen?
Werl, den 04.09.2008
Der Spielausschuss

